Innovationspreis

BKK Förderpreis 2016:
Armut und Gesundheit

Als Auszeichnung für hervorragende und innovative Ansätze auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung und Prävention schreibt der BKK Landesverband Süd regelmäßig den BKK Innovationspreis Gesundheit aus.

Ziel des BKK Innovationspreises ist:

  • die Entwicklung neuer Denkweisen und Handlungsmuster zur Verbesserung der Versorgungsqualität im Gesundheitswesen zu unterstützen,
  • sich mit den erkennbar wachsenden Problemen durch gesellschaftliche Strukturveränderungen auseinanderzusetzen und
  • die Verbindung von Theorie und Praxis zu fördern.

Der BKK Innovationspreis Gesundheit ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Davon werden der erste Preis mit 3.000 Euro, der zweite Preis mit 1.500 Euro und der dritte Preis mit 500 Euro honoriert.

Der Wettbewerb richtet sich an Studierende und Absolventen aller Universitäten und (Fach-) Hochschulen in Deutschland.

Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft des BKK Innovationspreises 2016 hat Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, übernommen.

Jury

Prof. Dr. Sabine Andresen
Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung
Goethe-Universität Frankfurt

Siegfried Gänsler
Vorsitzender des Vorstandes
Die Schwenninger Krankenkasse

Jacqueline Kühne
Vorstand
BKK Landesverband Süd

Prof. Dr. Stefan Selke
Fakultät Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft
Hochschule Furtwangen

Prof. Dr. Gerhard Trabert
Fachbereich Sozialwesen
Hochschule RheinMain

Thema 2016: Armut und Gesundheit

Die Miete nicht mehr zahlen können, jeden Cent dreimal umdrehen müssen oder sich die Zuzahlung für den Zahnersatz einfach nicht mehr leisten können: Armut in Deutschland hat viele Gesichter.

Laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes lebten 2014 etwa 15,4 Prozent der Bevölkerung in Armut oder an der Armutsgrenze. Das sind rund zwölf Millionen Menschen, darunter allein 2,5 Millionen Kinder. Besonders von Armut gefährdet sind Erwerbslose, Personen mit einem geringen Bildungsstand, Alleinerziehende und ihre Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Migrationshintergrund.

Armut hat nachhaltige Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und die Lebenserwartung der betroffenen Menschen: Männer im unteren Einkommensviertel sterben im Durchschnitt elf Jahre früher als Männer im oberen Einkommensviertel. Bei Frauen sind es acht Jahre.

Menschen mit niedrigem Sozialstatus sind zudem häufiger krankhaft übergewichtig, leiden öfter unter Typ-2-Diabetes und chronischer Bronchitis, sie treiben seltener Sport und rauchen mehr. Darüber hinaus schätzen sie ihre Gesundheit fünfmal öfter als mittelmäßig bis schlecht ein als Menschen mit einem höheren sozialen Status. Besonders besorgniserregend ist dabei allerdings die Tatsache, dass sich das Dilemma oftmals in der nächsten Generation fortsetzt und einen Kreislauf entstehen lässt, aus dem nur schwer wieder auszubrechen ist.

Die Betriebskrankenkassen greifen die Problematik auf und stellen das Thema des BKK Innovationspreises Gesundheit im Jahr 2016 unter den Titel:

„Armut und Gesundheit“

Flyer zum BKK Innovationspreis 2016

Gesucht werden Analysen, Lösungsansätze und Konzepte, die die Problematik aufgreifen und sich zum Beispiel mit folgenden Themen beschäftigen:

  • Armut als Auslöser von Krankheit
  • Armutsgefährdung von Menschen mit bestimmten Lebensbedingungen
  • Auswirkungen von Armut auf die gesundheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  • Krankheitsverläufe von Menschen aus verschiedenen sozialen Lagen
  • Soziale Chancengleichheit beim Aufbau von Versorgungsstrukturen
  • Motivation von Menschen aus schwierigen sozialen Lagen zu Prävention und Gesundheitsförderung
  • Integration von Flüchtlingen und Migranten in das Gesundheitssystem
  • Pflegebedürftigkeit als Armutsfaktor